36. Spatzen- und Heregäggu Zusammenkunft
Am Mittwoch, 18. November 2009 fand erstmals wieder auf Ebikoner Boden die 36. Generalversammlung der Spatzen- und Heregäggu statt. Nachdem das Restaurant Sonne in Emmenbrücke von unserem generösen Zunftmitglied Markus Marcon verkauft wurde, musste wieder ein Stammlokal gesucht werden, das im Gasthaus Schweizerheim in heimischen Gefilden gefunden wurde. Die Spatzen und Heregäggu sind froh, einen passenden Ersatz gefunden zu haben, dies vor allem aufgrund der Anzahl Flugstunden welche eine Heimreise vom fernen Emmenbrücke jeweils beanspruchte.
Erstmals am neuen Ort, dies zog natürlich eine grosse Anzahl Spatzen und Heregäggu an, so dass nur wenige Absenzen zu verzeichnen waren. Nachdem das traditionelle Spatzenmenue auch am neuen Standort mit gleicher Qualität genossen werden konnte, konnte die GV angegangen werden.

Die gut gelaunten Herengäggus auf den einen Seite....

die junge Spatzenschar auf der anderen Seite.

Die Freude des Obmannes Peter Rüedi und die Probleme des Protokollführers Marco Bühlmann (Tücke des Objektes oder mangelnder Schlaf aufgrund des Nachwuches.....?)
Der alljährliche Höhepunkt stellte wiederum der umfassende, elaborate, abschweifende und doch auf den Punkt kommende Kassabericht von Erich Jacxsens dar. Allein von der Mimik her war das vergangene Jahr wohl geprägt durch die Höhen und Tiefen der Finanzkrise.

Im folgenden sei der spezielle Kassenbericht den Bots vom 18.11.2009 wiedergegeben:
Spatzen- und Herägägguler-Bot vom 18.11.2009
Prophezeiungen, Prognosen und Wahrsagungen für das Spatzen- und Herägäggulerjahr vom 06. November 2008 bis 18. November 2009
Antrag der Revisionsstelle:
Der vorliegende Kassen- und Revisionsbericht der Spatzen- und Herägägguler vom 06.11.08 bis 18.11.09 ist mit der nötigen Vorsicht zu genehmigen.
Vorwort und Mitwirkungen
Als Autoren für diese, teils sehr gewagten Aussagen, konnten wir nach mehrjährigen Bemühungen die bekanntesten und besten Spezialisten, Spezialistinnen und esoterischen Medien gewinnen.
Für die Prophezeiungen, Prognosen und Wahrsagungenstanden uns mehrere Persönlichkeiten zur Auswahl und wir haben uns entschlossen, die Bandbreite der Kapazitäten auszuschöpfen und die Weltspitze der Koryphäen nicht einzuschränken.
Deshalb ist es mir eine grosse Freude, Ihnen folgende Autoren dieses Berichtes vorzustellen:
Für die Wetterprognosen und damit zusammenhängende Ereignisse zeichnen gleich drei anerkannte Persönlichkeiten.
Zuoberst auf dem Fernsehdach steht Thomas Bucheli. Vorwiegend bekannt ist der Wetterprophet für seine schönen Wetterfeen und die immerzu vorübergehende Wetterprognose. Detailliert schildert Thomas Bucheli die vorübergehenden Wetterkapriolen, teils mit markanten vorübergehenden Fehlinterpretationen, die am Folgetag auch wieder vorübergehend nicht so falsch waren, wenn man denn seine vorübergehenden Prophezeiungen auch nur etwas richtiger vorübergehend interpretiert hätte.
Als zweiter Fachmann, aber gar nicht an zweiter Stelle, steht der Newcomer der Forcast-Szene, Albert Staub, seines Zeichens Pendler mit höchster Treffsicherheit. Wie ein Komet ist sein Stern aufgegangen und es zeichnet sich nicht die geringste Untergangsstimmung ab.
Seine fast beängstigenden Prognose-Treffer erscheinen für den Laien verblüffend und es bleibt nur noch Ver- oder Bewunderung zurück. Selbst wenn Triple-A-Anlässe anstehend, scheut er sich nicht, eine detaillierte Pendlerausschlagsanalyse, ohne persönlichen Teilnahmenutzen, abzugeben.
Die dritte Dimension in dieser Sparte bilden die Muotathaler Wetterschmöcker, die sich aber lieber als Wetterpropheten benennen lassen. Wie auch immer der Name, das Produkt steht auf fundamentalem, urchigen und bodenständigem Naturverständnis. Sind das die Mäuseschwänze, Tannenzapfen oder Miniröcke, alles kommt und geht mit der Natur. Und weil die Natur sich nie irrt, kann sich ein Wetterprophet auch nicht irren, allenfalls etwas täuschen.
Die esoterischen und dämonischen Seiten der Prophezeiungen werden, als Gegengewicht zu den Wetter-Prognosen, ebenfalls von drei der bedeutendsten VertreterInnen resp Institutionen ihres Faches beleuchtet.
Da präsentiert sich Madame Etoile von der Regenbogenpresse, hoch gelobt und pausenlos gebetsmühlenartig wiederholt. Die schleierhaften Andeutungen ihrer Aussagen sind für die LeserInnen immer wieder verwirrend und postiv-schwebend. Meist ist der Ratsuchende glücklich über die Voraussagen, die aber in der Entwicklung der Zeit nur noch verbleichende urielle Züge schattenhaft erkennen lassen und alsbald bedeutungslos werden.
Da stellt das Orakel von Delphi im antiken Griechenland schon ein höheres Verständnis für die subjektive Einfühlsamkeit dar. In wilden traceartigen Verzückungen werden hier zwei- bis dreideutige Verhaltensregeln zelebriert. So wissen wir beispielsweise von folgender Begebenheit: Nachdem Chairephon das Orakel von Delphi gefragt hatte, ob jemand weiser sei als Sokrates, hatte dieses geantwortet, niemand sei weiser. Als Sokrates davon hörte, überlegte er, was der Orakelspruch wohl bedeuten mochte. Er hielt sich selbst nämlich nicht für weise. Um der Sache auf den Grund zu gehen, erkundigte er sich, wer in Athen im Rufe stand, weise zu sein. Es wurden ihm einige Namen genannt.
Einer davon war der eines Politikers. Sokrates ging zu diesem Manne hin und versuchte herauszufinden, was ihn weise machte. Bald erkannte er, dass der Mann sich für weise hielt, es jedoch gar nicht war. Sokrates dachte: «Er bildet sich ein, etwas zu wissen, obwohl er nichts weiss, während ich, der ich nichts weiss, mir auch nicht einbilde, etwas zu wissen. Offenbar bin ich im Vergleich zu ihm um die Kleinigkeit weiser, dass ich nicht zu wissen glaube, was ich nicht weiss.»
So kam Sokrates zu der Einsicht, dass die menschliche Weisheit nur wenig wert ist oder rein gar nichts. Seither sind fast zweieinhalbtausend Jahre vergangen, und die Lage ist noch dieselbe. Zwar ist der Spruch «Wissen ist Macht» dazu gekommen, aber was heisst das schon, denn die Politiker sind immer noch der gleichen Meinung wie vor mehr als zweitausend Jahren.
Und last but not least ist da Nostradamus von 1503 bis 1566. Nostradamus war bereits zu seinen Lebzeiten für seine prophetische Gabe berühmt, denn er machte auch viele kurzfristige Prophezeiungen, die sich schnell als wahr herausstellten. Dieselbe Treffsicherheit findet man auch in den „Prophetien“.
Nostradamus vermochte aber nicht nur die Ereignisse, sondern auch den Zeitpunkt vorauszusehen. Im zweiten Vorwort schreibt er: „Ich könnte für jeden Vierzeiler und Spatzen-Kassenbericht den genauen Zeitpunkt nennen, doch das Datum, und noch weniger ihre Interpretation, wäre für keinen angenehm …“
Auch in den verschlüsselten Prophetien-Versen weist Nostradamus unmissverständlich auf die Jahrtausendwende hin, wobei er das Datum oft anhand von Sternkonstellationen mitteilt. Seine berühmteste Voraussage nennt sogar das Jahr und den Monat:
„Im Jahre 1999 und sieben Monate wird der große König des Schreckens vom Himmel herab kommen …“
Der siebte Monat ist gemäß julianischem Kalender der August. Über 440 Jahre in die Zukunft hinein erwähnt Nostradamus den August 1999, in dem auch die große Sonnenfinsternis stattfinden wird.
Nostradamus sagt in seinen Erläuterungen auch, dass bevorstehende Ereignisse abgeschwächt, aufgehoben oder zumindest aufgeschoben worden können. Das ist durchaus möglich, ja Nostradamus weist in seinen Centurien darauf hin, dass seine Prophetien zu einem gewissen Zeitpunkt erfüllt und sogar überholt sein werden. Die Prophezeiungen können also zutreffen oder auch nicht oder abgeschwächt oder vielleicht oder unter Umständen in anderer Form oder …
Management summery der Prophezeiungen, Prognosen und Wahrsagungen 2008-2009
Daraus ist zu schliessen, dass alles eine Frage der Interpretation, der subjektiven Wahrnehmung und der gewollten oder ungewollten Glaubhaftigkeit ist. Jeder glaube, was er wolle oder möchte, irgendetwas stimmt immer.
Wie aus den vorgestellten Kompetenzen herauszulesen ist, sind also die Voraussagen für die Zeit vom November 2008 bis November 2009 entweder sehr ernst zu nehmen und nicht zu hinterfragen oder als Nonsens-Unterhaltung zu betrachten.
Wir schreiben das Jahr 2008 nChr im elften Monat
Die Zusammenfassung der Wahrsagungen, Prophezeiungen und Prognosen lässt einem den Hemdlistock zwischen den Arschbacken einklemmen und ein grauenhaftes Zittern am ganzen Körper spüren. Die andauernde Cervelatkrise wird uns das ganze Jahr zwischen Hoffen und Bangen begleiten.
Die Finanzkrise wird den gesamten Erdgürtel durchschütteln, mit Ausnahme einer kleinen aber feinen Institution. Es wird sich erweisen, dass unter allen Finanzjongleuren weltweit nur ein hochkarätig-brillanter Buchhalter die Krise mit nur einigen kleineren Blessuren und Kunstgriffen durchschifft oder abschafft. Mithelfen werden auch ein Los-Glückstreffer und diskrete Mäzenen.
Die Wetterprognosen sind launenhaft, vornehmlich im Frühling und Sommer.
Der Spätsommer ab August verheisst schönes und trockenes Wetter. Eine der kuriosesten Konstellationen ergibt sich gegen Ende August, wo unerklärlicherweise der M(a)erz in der Wüstensonne verbraten wird. Ob dieser M(a)erz den nächsten Frühling erleben wird, ist unsicher. Bis Mitte Oktober können die Wander- und andere Vögel sich draussen vergnügen und die Spatzen werden einiges von den Dächern pfeifen.
Die Details der Prophezeiungen, Prognosen und Wahrsagungen
Finanzen
Bezüglich der Finanzkrise ist festzustellen, dass alle globalen Märkte zu Jahresbeginn arg ins Stottern geraten werden. Erst in der zweiten Jahreshälfte wird sich eine noch unsichere Aufwärtsbewegung feststellen lassen.
Ein Produkt aber wird sich dieser allgemeinen Konstellation durch behutsame und auch Zweihänder-Methoden entziehen können. Fast unbemerkt sticht da ein diamanthaftes Kleinod hervor, die Spatzen- und Herägägguler- Fonds.
Dieser Fond wird per 18. November 2009 mit einem Börsengewinn von +255% abschliessen. Nach Einzahlung aller Beträge und grosszügigen Zustüpfen aus der Adligengilde Peter von Burkano, Joosef von Kaufbeulen, Franz von der Kuppe, Karl vom Riegel, Kurt von der Siedlung und Franz von der Vogelwarte wird der Beutel prall gefüllt sein.
Zu erwähnen ist, dass ein Gesellschafter nur dank eines glücklichen Lottogewinns seinen Beitrags-Verpflichtungen nachkommen wird.
Weitere glückliche Umstände werden die Wohlfühloase der Spatzen- und Herägägguler- Wertschriften beeinflussen. So wird sich ein gewisser matter Mann Karl, kühn und mit mehrfachen Versuchen aus der schwimmflügeli-Badewanne befreien und ein Kaffeerunden-Gelage zum absehbaren gelungenen Auftritt vorfinanzieren.
Leider geraten die Finanztitel etwas unter Druck, sodass die Wertschriftensammlung im aktuellen Börsentief nicht mehr für einen B-Post-Brief genügen wird. Glücklicherweise wird aber der Rohstoffmarkt einen markanten Höhenflug antreten, sodass die 13 metallurgischen Vorräte höher bewertet werden können.
Die Bonis werden ersatzlos und konsequent gestrichen und auf das Heulen und Zähneknirschen der Abzocker wird obamamässig geantwortet.
Nach Abzug aller Aufwändungen und unter Berücksichtigung der antiquierten und antiquittierten Belege wird ein Saldostand der liquiden Mittel von Fr 419.30 per 18. November 2009 resultieren.
Expedition
Nicht unausgesprochen muss aber darauf hingewiesen werden, dass im Konzern-Gefüge die Expeditions-Tochtergesellschaft haarscharf an einem Verlust vorbeischlittern wird. Nur dank der grosszügigen Kaffee-und Gipfeli Spende von einem Joosef kann ein Desater vermieden werden. Zudem wird das Finanz- und Controllingdepartement der Muttergesellschaft eine Teilprovisionierung der Apérokosten finanzieren müssen.
Eine seit langem geplante Expedition wird im Frühling zur Zitterpartie, insbesondere für einen Nachzügler, aber das Wetter wird trocken und Staub-frei sein.
Erwähnenswert ist, dass leider ein Mitläufer am 16. Mai 2009 zu wenig schnelle Wanderschuhe schüren und deshalb die Expedition auf 8-lose Gesellen reduzieren wird. Das wird dazu führen, dass die Forschergruppe aus privaten Mitteln eine Nachzahlung wird leisten müssen.
Es werden historische Entdeckungen und menschliche Kontakte stattfinden. Besonders erwähnenswert wird die phänomenale Reisebegleitung durch Theo den GassenWirt sein, dessen diverse Groundings und Höhenflüge alle Lebensphasen abdecken.
Eine historische Entdeckung wird der Knebelbrems-Stollen im frühzeitlichen Jura sein. Vergleiche mit politischen ®echten schweizerischen Volksparteien sind aber unzulässig.
Wirtschaft und Gastronomie
Am 05. des vorletzten Jahresmonates 2008 wird der Sonnengott Markus die letzte Bewirtung eines weltweit berühmten Ensembles zelebrieren und mit grosser Freude Kaffee und Dessert sponsern.
Die Klimaerwärmung wird keinen Einfluss auf den Verbrauch von Glacé haben und die heiss geliebten Traditionsmenüs werden weiterhin gepfeffert und gesäuert Mocken-iert werden. Nach dem Sonnenuntergang wird ein neues Schweizer-Heim auferstehen und die Müden und Abgezehrten aufnehmen. Man wir das System der Fallpauschale erfolgreich einführen.
Verkehr, Politik,
Um die Kaufkraft des gemeinen Volkes zu schmälern, werden die Krankenkassenprämien und Kampfjetpreise monströs ansteigen. Es wird abzuwägen sein, welches Segment notlanden muss.
Die Abgaben an die Spatzen- und Herägägguler werden eingefroren, was wesentlich zur Beruhigung der Finanzkrise beitragen wird.
Politisch wird nach grösseren Turbulenzen alles beim Alten bleiben. Es werden Anforderungen und Wünsche gem Hackordnung der letzten Jahrhunderte vorgetragen, ohne jedoch ernst genommen zu werden.
Die Ausreisefreiheit wird in missionarischer Form verbockt und verMerzt und in diplomatischer Art und Weise verschlimmbessert und verCalmy recycliert.
Die Grössenwahnsinnigen werden ein gigantischen Echo-Loch-Grab schaufeln, um die ordentliche Bestattung eines Ebisquare-Luftschlosses zu ermöglichen. An der Trauerfeier werden Hoffnungen auf eine Wiederauferstehung geschürt.
Die Ampeln werden weiterhin leuchten und den Weg weisen, ohne dass stundenlang im Kreis gefahren werden muss.
Und zum Schluss
…. wird eine Zeit kommen, in der man sich auf die selbstgeschaffenen Werte konzentriert. Man wird wieder seriös arbeiten, keine Play-back Konserven im Unterhaltungsprogramm einbauen, authentisch und life die Darbietungen zur Freude der kritischen Fachpublikums vortragen, keine Gelage auf Pump veranstalten und die Proben der Spatzen- und Herägägguler gewissenhaft, ordentlich und fast vollzählig besuchen.
Für die wahrheitsgetreue Wiedergabe der Informationen
Chrüsimüsi von Hinterbergen


Sooo interessant waren des Kassiers Ausführungen.......